Afrikanische Klänge und Tanz auf dem Kirchplatz in Ramsdorf hört und sieht man nicht alle Tage. Doch am Festtag der Ugandischen Märtyrer war die Musik weithin zu hören. Das Fest wird jedes Jahr in einer anderen Gemeinde gefeiert. In diesem Jahr fand es aufgrund der Tätigkeit von Pastor Godfrey Kalema in Ramsdorf statt.
Bereits am Vorabend trafen sich die Verantwortlichen des Kochteams und die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde, um die Lebensmittel für die ugandischen Gerichte durch Schälen und Schnippeln vorzubereiten. Besonders eifrig war auch eine kleine Gruppe Jugendlicher dabei, die nicht müde wurde, Paprika, Tomaten, Möhren und Knoblauch zu schneiden.
Beim gemeinsamen Arbeiten entstanden neue Kontakte, nicht zuletzt auch durch das Zusammentreffen der Gäste in den Gastfamilien der Gemeinde.
Eigens angereiste Frauen und Männer kochten die ganze Nacht im Pfarrheim, um für den Festtag bestens vorbereitet zu sein.
Um 11 Uhr fand dann die Festmesse mit dem St.-Stephanus-Chor und einem Chor mit ugandischen Sängerinnen und Sängern in der St.-Walburga-Kirche statt.
Schnell wurde klar: Hier wird es nicht langweilig. Einige Erstkommunionkinder waren Teil der Evangeliumsprozession, und bei der Gabenbereitung reihten sich auch Gäste aus nah und fern in die Prozession ein. Die Gaben, darunter Früchte und Gemüse, kamen ungewöhnlich bunt geschmückt am Altar an.
Am Ende der Messe sprachen der Vorsitzende des ugandischen Vereins und der Botschafter Ugandas ihre Grußworte und bedankten sich für dieses schöne Zeichen der Gemeinschaft.
Danach ging die Feier auf dem Kirchplatz weiter. Die ganze Gemeinde war zum Mittagessen eingeladen. Der Gemeindeausschuss St. Walburga, der das Fest mitorganisiert hatte, packte an allen Stellen tatkräftig mit an, sodass ein buntes Miteinander entstand.
Nach dem Essen gab es noch Kaffee und Kuchen, den viele Freiwillige aus der Gemeinde gebacken hatten.
Die Musik war wirklich mitreißend, und auch wenn manche lieber zuschauten, als selbst im Getümmel mitzutanzen, sah man überall nur strahlende Gesichter und wippende Knie. Der Lebensfreude auf dem Kirchplatz konnte sich niemand entziehen.
Es war ein tolles Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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