Bei einer gemeinsamen Umfrage des DIEK (Dorf-Innen-Entwicklungs-Konzept) Hochmoor und der Pfarrgemeinde hat sich eine knappe Mehrheit (50,2 %) für den Erhalt der Stephanuskirche ausgesprochen. 47,0% sehen die Kirche bei hohen Investitionskosten nicht als erhaltenswert an (Rest Enthaltungen).
An der Umfrage, an der man sowohl online als auch „manuell“ teilnehmen konnte, beteiligten sich 430 Personen (211 online, 219 auf Papier). Die Auswertung zeigt, dass sich Erwachsene aller Altersgruppen in ähnlicher Stärke beteiligten. Die Zustimmung zum Erhalt der Kirche lag bei den älteren Teilnehmergruppe (über 61) zwar am höchsten, allerdings stimmten auch 43,0 % der 61-80Jährigen gegen den Erhalt.
Die Umfrage ist nicht verbindlich, sondern dient als Grundlage für weitere Überlegungen sowohl in kommunaler als auch in kirchlicher Hinsicht. In diesem Zusammenhang wurden sowohl Fragen zur gegenwärtigen Nutzung der Kirche und des Geländes rund um die Kirche als auch Ideen zur zukünftigen Nutzung erfragt.
Dabei zeigte sich, dass das grundsätzliche Interesse an der Gestaltung des Areals groß ist (Durchschnittswert 4,12 auf einer Skala von 0 bis 5). Gegenwärtig wird es nach Angaben der Umfrage-Teilnehmer/innen vor allem als Ort für Spaziergänge, als Spielfläche sowie als Ort für verschiedene Events (Schützenfest, Kindertrödelmarkt,..) genutzt. Beim Kirchengebäude stechen folgende Nutzungen hervor: gar nicht (häufigste Nennung), allerdings gibt es auch viele Hochmooraner, die dort Kerzen anzünden oder den Gottesdienst besuchen. Häufiger erwähnt werden zudem Taufe, Erstkommunion und Beerdigungen.
Bei der Frage nach der zukünftigen Nutzung des Kirchengebäudes gab es viele verschiedene Antworten. Häufiger genannt wurden Seniorentreff, Jugendtreff sowie Raum für Vereine. Ein multifunktionaler Raum (anstelle der Kirche) erhält eine Zustimmung von 3,01 auf der Skala von 0 bis 5, der Neubau einer kleinen Kapelle für kirchliche Veranstaltungen 3,32. Nach anonymer Eigenangabe können sich 158 Menschen aus Hochmoor vorstellen, die weitere Erhaltung des Kirchengebäudes ehrenamtlich zu unterstützen.
Auch die zukünftige Nutzung des Areals rund um die Kirche wurde erfragt. Hier ergab sich der niedrigste Wert für eine gewerbliche Nutzung (1,85). Auch eine Wohnbebauung wird mehrheitlich abgelehnt (2,49). Die Nutzung zur Freizeitgestaltung erhält einen durchschnittlichen Wert (3,0). Höhere Zustimmung gibt es für die Beibehaltung als Grünfläche (3,65) sowie für den Bau einer Einrichtung für Senioren (3,78).
Die Ergebnisse wurden nun den entsprechenden Gremien vorgestellt. Sie sind für die zukünftigen Entscheidungen sowohl auf kommunaler als auch auf kirchlicher Ebene von großer Bedeutung.
